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Jahresbilanz der staatlichen Lotteriegesellschaften: Stabilität trotz kurzer Jackpotphasen

Die 16 im Deutschen Lotto- und Totoblock zusammengeschlossenen Lotteriegesellschaften blicken differenziert auf das Jahr 2025 zurück.

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Nach einem absoluten Rekordjahr in 2024 blicken die 16 staatlichen, im Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) zusammengeschlossenen Lotteriegesellschaften differenziert auf das Jahr 2025 zurück. Zwar konnte die Rekordmarke von 8,5 Mrd. € aus dem Jahr 2024 nicht geknackt werden, jedoch kann man im Jahr 2025 von einem soliden Umsatzergebnis sprechen. Mit knapp 8,3 Mrd. € liegt dieses um etwa 3,6 % unter dem Vorjahresniveau. Umsatzsteigerungen konnten bei den Sofortlotterien erzielt werden. So wurden im vergangenen Jahr ungefähr 770 Mio. € für Sofortlotterien ausgegeben, etwa 3,6 % mehr als in 2024.

Jackpots als entscheidender Impulsgeber

Im Jahr 2025 gab es sowohl bei LOTTO 6aus49 als auch bei Eurojackpot nur sehr wenige längere Jackpotphasen, in denen sich ein besonders attraktiver Jackpot aufgebaut hat. Diese Phasen haben erfahrungsgemäß einen spürbaren Einfluss auf die Spielbeteiligung. „Hohe Jackpots sind für unsere Spielerinnen und Spieler natürlich enorm wichtig. Umso größer der Jackpot, desto mehr Menschen träumen und desto größer die Träume,“ so Michael Barth von LOTTO Bremen und derzeit Federführer im Deutschen Lotto- und Totoblock.

So wurden im Jahr 2025 in Deutschland insgesamt rund 8,3 Mrd. € für die im DLTB gepoolten Lotterien ausgegeben und wiederum knapp 4,0 Mrd.€ an Gewinnen ausgeschüttet. Die beliebteste Lotterie der Deutschen bleibt LOTTO 6aus49 mit einem Spieleinsatzvolumen von fast 3,4 Mrd. €,gefolgt von Eurojackpot mit rund 2,4 Mrd. €. „Unser Traditionsprodukt LOTTO 6aus49 ist weiterhin das beliebteste Produkt der deutschen Glückspiellandschaft“, so Michael Barth weiter.

Das ganze Land profitiert

Durch die aus den Spieleinsätzen abgeführten Steuern und Abgaben an die jeweiligen Landeshaushalte sowie Destinatäre konnten erneut viele gemeinwohlorientierte Projekte in allen Bundesländern unterstützt werden. Im Jahr 2025 sind der Allgemeinheit rund 3,3 Mrd. €, insbesondere in den Bereichen, Sport, Umweltschutz, Kunst, Kultur, Denkmalpflege und Wohlfahrt zugutegekommen, das waren rund 9,0 Mio. € pro Tag. „Die 16 Landeslotteriegesellschaften gehören weiterhin zu den absoluten Spitzenreitern, wenn es um die Abgabenhöhe im Glücksspielsektor geht – und darauf sind wir stolz!“ sagt Michael Barth. „Wir sind auch nach 70 Jahren ein verlässlicher Partner für sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, sei es der örtliche Sportverein, die Kiez-Einrichtung um die Ecke oder der Förderverein für den Erhalt der denkmalgeschützten Dorfkirche.“

Starke Nutzung der Online-Kanäle

Wie in den Vorjahren nutzen immer mehr Spielteilnehmer auch die digitalen Angebote der Landeslotteriegesellschaften. Ihre regionalen Webseiten und Apps verzeichneten im Jahr 2025 erneut steigende Nutzerzahlen. Über diese regionalen Angebote können Spielinteressierte bequem und sicher Tipps für die meisten Spielangebote online abgeben. Auch über das Service- und Informationsportal LOTTO.de wird ihnen ein Zugang zu den Spielangeboten der Landeslotteriegesellschaften ermöglicht. Auf diesem Weg wurden insgesamt über 1,4 Mrd. € an Spieleinsätzen generiert, das sind 17,5 % der gesamten Spieleinsätze.

Annahmestellen als unverzichtbarer Bestandteil

Unverändert stark ist die Rolle der bundesweit zahlreichen Lotto-Annahmestellen. Sie sind weit mehr als reine Verkaufsorte: Als persönliche Anlaufstellen bieten sie flächendeckend Beratung, schaffen Vertrauen und sind fest im lokalen Umfeld verankert. Auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung bleiben sie ein wichtiger sozialer Treffpunkt und ein sichtbares Zeichen für die Nähe der staatlichen Lotterien zu ihren Kundinnen und Kunden.

Rund um die gezogenen Zahlen

In der ewigen Liste der am häufigsten gezogenen Zahlen hat die 13 (734 mal gezogen) in diesem Jahr die „rote Laterne“ an die 45 (722 mal) abgegeben. Die beiden Zahlen liefern sich seit einigen Jahren ein „Kopf an Kopf-Rennen“ um den letzten Platz.

Den ersten Platz hat die Zahl 6 (855 mal gezogen) erfolgreich verteidigt (14 mal in 2025). Auf Platz 2 neu (von Platz 4 kommend) die 26 (844 mal gezogen, 16 mal in 2025) und Platz 3 (Vorjahr Platz 2) die 43 (841 mal gezogen, 7 mal in 2025).

Die am häufigsten gezogene Zahl in 2025 war die Zahl 13.

Ausblick auf 2026

Auch in 2026 rechnet Michael Barth mit einer zunehmenden Diskussion rund um die Ausgestaltung der deutschen Glücksspielregulierung. „Der DLTB betrachtet den Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) von 2021 weiterhin als ein gelungenes Regulierungswerk, das Kanalisierung und Spielerschutz in guter Balance hält. Die für 2026 angekündigten Ergebnisse der von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde (GGL) beauftragten Studien im Rahmen der Evaluierung des GlüStV werden die Möglichkeit bieten, die bestehenden Rahmenbedingungen evidenzbasiert zu bewerten und, sofern erforderlich, anzupassen.“

Die staatlichen Lotteriegesellschaften sind weiterhin gut aufgestellt, um ihren Beitrag zum stabilen Wachstum des regulierten Glücksspielmarktes zu leisten. Mit einem bewährten, verantwortungsvollen Spielangebot, das persönliche Beratung in den Annahmestellen mit digitalen Zugangsoptionen verbindet, stehen sie für ein faires, transparentes und gesellschaftlich verankertes Spielen.